Neues_Stellingen



Der Stellinger Wasserturm


Stellinger Wasserturm alt  ©
Stellinger Wasserturm alt ©
Ein altes Bild vom Stellinger Wasserturm, als er noch als Wasserturm diente

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Der Stellinger Wasserturm ist 100 Jahre alt

Bewohner, Stadtteilschule Stellingen und Grundschule Brehmweg feiern gemeinsam den runden Geburtstag
Postkarte zum 100ten Geburtstag des Stellinger Wasserturms

Am Samstag, d. 1.September 2012, feierten die Bewohner des Stellinger Wasserturms, der dazugehörigen Stadthäuser, die 1350 Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Stellingen sowie die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Brehmweg mit ihren Lehrerkollegien gemeinsam das 100 jährige Jubiläum des Stellinger Wahrzeichens mit einem Kultur- und Stadtteilfest.

Hierzu wurden alle Bewohner Stellingens, die Vereine, Kirchen und Institutionen herzlich eingeladen.

Dazu gab es eine Ausstellung mit Dokumente und Fotos aus der 100 jährigen Geschichte des letzten ausser Betrieb genommenen Wasserturms Hamburgs.

links:
Die Postkarte zum 100ten Geburtstag des Stellinger Wasserturms.
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Programm
100 Jahre Stellinger Wasserturm

Die Bewohner des Stellinger Wasserturms
sowie die Stadtteilschule Stellingen und Grundschule Brehmweg
laden am Sonnabend, den 1. September, ab 15 Uhr
zu einem Kultur- und Stadtteilfest
am Wasserturm in der Högenstraße ein.

Von 14 bis 18 Uhr steht das Treppenhaus und die Aussichtsplattform
im 13. Stock für alle Besucher offen.

Ab 18:00 Uhr findet ein Senkrechtmarathon im Treppenhaus
mit 220 Stufen des fast 50 Meter hohen Wasserturms statt.

Der Stellinger Bürger- und Heimatverein von 1882 e.V.
und die Freiwillige Feuerwehr (gegr.1885)
beteiligen sich am Kultur- und Stadtteilfest.

Der Experte für deutsche Wassertürme, Dr. Jens-Ulrich Schmidt,
wird in der Pausenhalle der Stadtteilschule einen Vortrag halten.
Er ist der Autor des Buches
„Wassertürme in Bremen und Hamburg“ aus dem REGIA Verlag

Ausstellung zum Stellinger Wasserturm in der Stellinger Stadtteilschule,
organisiert von Hamburg Wasser und Dr. Jens-Ulrich Schmidt.

In der Stadtteilschule gibt es zahlreiche Kunstpräsentationen
darunter auch Kunstobjekte zum Thema Wasserturm.
Zusätzlich werden Videos, Theater, Literarische Darbietungen,
Kunsthandwerk und Musikaufführungen vorgestellt.
In der Grundschule Brehmweg
wird es ein Spiel- und Geschicklichkeitsparcours geben.

Das Programm als PDF - - ►►►
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Wasserturm in Stellingen 1
Wasserturm in Stellingen 2
Der Stellinger Wasserturm ist heute mit Treppenhaus als Wohnturm ausgebaut

Der Stellinger Wasserturm ist ein Wahrzeichen Stellingens. Er diehnte zum Druckausgleich und als Reserve der Stellinger Wasserversorgung. und versorgte neben Stellingen und Langenfelde auch die Nachbargemeinden Niendorf und Eidelstedt. Er wurde 1911-1912 erbaut, ist 47,59 Meter hoch und bis 1974 als Wasserturm genutzt.

Auf 11 Etagen befinden sich heute Eigentumswohnungen im Stellinger Wasserturm. Beim Umbau wurde ein Treppenhaus und ein Fahrstuhl angebaut. Eine vorher vorhandene Pergola und Gartenanlage wurde abgerissen, um Platz für Reihenhäusern zu schaffen.
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Die Geschichte des Stellinger Wasserturms

1911 - 1912 Der Stellinger Wasserturm wird vom Kölner Architekten Max Stirn unter der Bauleitung von Ludwig und Hermann Mannes erbaut.

Der Stellinger Wasserturm unterscheidet sich von den meisten anderen Hamburger Wassertürmen. Die Südwestfront des Wasserturms gleicht einer überhöhten Bürgerhausfassade. Der Giebel ist stufenförmig ausgeführt. Eine terrassenförmige Gartenanlage mit breiten Freitreppen und Pergola umgaben ihn. Die Position des eisernen Kugelbodenbehälters wurde durch helle Putzflächen sichtbar. Der Wasserbehälter stützte sich auf Pfeiler. Eine Aussichtsgalerie oberhalb des Behälters erlaubte einen Blick über Stellingen. Der Wasserturm wurde aus Lüneburger Handstrichziegeln erbaut und mit einem Dach aus Kupferplatten gedeckt.

An der Vorderfront des Wasserturms wurde ein noch heute erhaltenes Bronzerelief des Weimarer Professors Elster angebracht.
Das Bronzerelief und die Inschrift sind unten wiedergegeben

Aus zwei 18 Meter tiefen Brunnen förderten Pumpen mit Dieselmotoren Wasser in den Sammelbehälter. Die Pumpen förderten stündlich bis zu 120 m³ in den 600 m³ großen Wasserbehälter. Der höchste Wasserstand im Sammelbehälter betrug 32,5 Meter über dem Gelände. Der Turm selber ist 47,49 Meter hoch. Der Kubikmeter Wasser kostete die Stellinger Bürger damals 25 Pfennig.

1927 mit der zwangsweisen Eingemeindung Stellingens nach Altona wurde Altona Eigentümer der Stellinger Wasserversorgung und des Wasserturms.


1.4.1938 Die Altonaer Wasserwerke gehen zusammen mit dem Stellinger Wasserwerk und Wasserturm infolge des Großhamburg-Gesetzes an die Hamburger Wasserwerke. Die unterschiedlichen Systeme, Größen und Geländehöhen der verschiedenen Wasserwerke werden in den folgenden Jahrzehnten zu einem Verbundsystem zusammengeschlossen.

Als letzter Wasserturm Hamburgs wurde auch der Stellinger Wasserturm 1974 außer Betrieb genommen. Modernere Elektropumpen übernehmen seitdem die Funktionen der Wassertürme.

!979 wurde das Gelände mit dem Wasserturm von den Hamburger Wasserwerken für 300.000 DM an eine private Wohnungsbaugesellschaft verkauft. Da der Stellinger Wasserturm nicht unter Denkmalschutz stand, konnten umfangreiche Umbauten durchgeführt werden:

Der Wasserbehälter wurde ausgebaut und die Aussichtsgalerie entfernt. Neben dem Wasserturm wurde ein zusätzlicher Treppenhaus- und Fahrstuhlturm angebaut. Mit dem Fahrstuhl gelangt man direkt in die einzelnen Eigentumswohnungen in den 11 Stockwerken. Die alte Gartenanlage wurde abgerissen und mit acht Stadthäusern bebaut.
1981 war der Umbau des Wasserturms und der Bau der 8 Stadthäuser abgeschlossen.

In den letzten einhundert Jahren entstanden in der Nachbarschaft des Wasserturms Kleingärten und der Stadtpark Eimsbüttel sowie die Stadtteilschule Stellingen und die Grundschule Brehmweg. Heute steht der einhundertjährige Wasserturm als höchstes Bauwerk immer noch in dieser Umgebung.

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Bild am Wasserturm 1
Am Fuß des Stellinger Wasserturms auf der Gibelseite befindet sich ein Bronzerelief
Bild am Wasserturm 2
Der Text auf dem Bronzerelief am Stellinger Wasserturm:
 
DER TIEFE ENTSPRUNGEN HEBT QUELLFLUTT ZUR HÖHE
DER ERDEGEBORNEN BEGLÜCKTE GESCHLECHTER

ZUM SEGEN FÜR STELLINGEN-LANGENFELDE
SCHUF DIE GEMEINDE IHR WASSERWERK IM JAHRE 1911

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Der Stellinger Wasserturm in Zahlen

Baujahr:                                         1911 - 1912
Turmhöhe:                                     47,59 Meter
Architekt:                                        Max Stirn aus Köln
Bauleitung:                                     die Zivilingenieure Ludwig und Hermann Mannes
Aussehen:                                       Südwestfront überhöhte Bürgerhausfassade
Baumaterial:                                    Lüneburger Handstrichziegel und Dach aus Kupferplatten
                                                            und helle Putzflächen in Höhe des Wasserbehälters

Wasserbehälter:                              Kugelbodenbehälter aus Eisen auf Pfeiler gestützt
Größe des Wasserbehälters:        600 m³
Nutzhöhe, maximaler
Wasserstand über Gelände:          32,5 Meter

Pumpen:                                              Pumpe mit Dieselmotor
Pumpenleistung:                               120 m³ pro Stunde
Brunnen:                                             zwei 18 Meter tiefe Brunnen
Funktion:                                             Druckausgleich und Wasserreserve
Versorgungsgebiet:                        Stellingen, Langenfelde sowie Niendorf und Eidelstedt
Wasserpreis 1912:                            25 Pfennig pro Kubikmeter
Abrechnung:                                      Wasserzähler an den Gemeindegrenzen
Veränderungen durch den Umbau
vom Wasserturm zum Wohnturm

Der nicht mehr benötigte Wasserbehälter wurde ausgebaut

Die Aussichtsgalerie wurde entfernt

Die Gartenanlage mit der Pergola wurden abgerissen

Ein Treppen- und Fahrstuhlturm wurde angebaut

Auf 11 Stockwerken wurden Eigentumswohnungen eingebaut

Zusätzliche Fenster wurden eingebaut, auch auf der Giebelseite

Acht neue Stadthäuser wurden neben dem Wasserturm gebaut

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Der Stellinger Wasserturm
in den Bebauungsplänen

Die Veränderung des Stellinger Wasserturms wird auch an Hand der Stellinger Bebauungspläne sichtbar. Der erste ist der Baustuffenplan Stellingen Langenfelde von 1955, der in Teilen auch heute noch gültiges Planungsrecht ist. Für den Wasserturm und seine Umgebung mit Schule, Park und Kleingärten gilt heute der Bebauungsplan Stellingen 51 aus dem Jahr 2006. Die Originalpläne in voller Größe können aus dem Internet von der Seite www.geoportal-hamburg.de als pdf heruntergeladen werden.
Hinweise dazu auf der Seite  "Stellinger Bebauungspläne".
Stellinger Wasserturm im Baustufenplan von 1955
Stellinger Wasserturm B-Plan Stellingen 43 vom 26.4.1973
Der Wasserturm im Baustufenplan Stellingen-Langenfelde von 1955. Für den Teil mit dem Wasserturm gibt es inzwischen neuere Bebauungspläne, für andere Teile Stellingens ist er noch gültiges Planungsrecht.
Der Bebauungsplan Stellingen 43 von 1973 liegt genau neben dem Wasserturm, der aber wegen der Nähe mit eingezeichnet ist. Auch dieser Plan wurde inzwischen durch den Bebauungsplan Stellingen 51 ersetzt.
Stellinger Wasserturm B-Plan Stellingen 51 vom_7.7.2006
Wasserturm Bürger- und Heimatverein Stellingen
Der Bebauungsplan Stellingen 51 vom 7.7.2006 ist der heut gültige Plan Er umfasst den Wasserturm mit der heutigen Bebauung in seiner Nachbarschaft. Es sind die Schule, der Eimsbüttler Stadtpark, der zur Hauptsache in Stellingen liegt, mit den Kleingartenvereinen enthalten.
Seit vielen Jahren hat auch der Bürger- und Heimatverein Stellingen von 1882 e.V. den Wasserturm in seinem Logo. Das Logo zeigt den Stellinger Wasserturm noch mit seinem früheren Aussehen als Wasserturm vor dem Umbau zum Wohnturm. Das Stellinger Wahrzeichen ist er aber geblieben.
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Stelleinger Wasserturm vom Spannskamp aus
Der Stellinger Wasserturm vom Spannskamp aus gesehen

und noch einige weitere Bilder
aus verschiedenen Richtungen und Jahreszeiten
Stellinger Wasserturm 1
Stellinger Wasserturm 2
Stellinger Wasserturm 3
Stellinger Wasserturm 4
Stellinger Wasserturm 226 , Dr. Steinhardt ©
Stellinger Wasserturm 229 , Dr. Steinhardt ©
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Der Blick vom Stellinger Wasserturm auf Stellingen und die Kleingartenvereine
Die Aussicht vom Stellinger Wasserturm Richtung Norden auf Stellingen. Links sieht man die Högenstraße, die hier noch als Fußweg ausgebaut ist, zum Horizont verlaufen. Die Baumreihe rechts ist die Hagenbeckstraße, an der das Zeltdach der Stellinger Eisbahn und Fahrradstadion zu erkennen ist. In der Mitte einige größere Mietshäuser, die bis fast zum Horizont reichen. Sie stehen am Spannskamp und sollen nach Plänen des Bezirks Eimsbüttel und der Schiffzimmerergenossenschaft nachverdichtet werden. Das bedeutet wahrscheinlich, anstelle der grünen Bäume wird man dort in ein paar Jahren fast nur noch Häuser sehen können, mehr Wohnungen - weniger grün und weniger Wohnqualität. Ebenso nach links verlängert soll am Spannskamp ein ganzer Kleingartenverein für ein neues Wohngebiet verschwinden (er soll auf den zukünftigen Stellinger Deckel verlegt werden). Im Vordergrund die heute noch vorhandenen Kleingartenvereine. Sie machen einen erheblichen Teil des Stadtparks Eimsbüttel aus und tragen zur Wohnqualität Stellingens und der grünen Lunge Hamburgs bei.
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Der Stellinger Wasserturm im Internet

Der Stellinger Wasserturm ist ein Wahrzeichen von Stellingen und unzählige Male im Internet veröffentlicht. Dies sind nur einige dieser Internetseiten. Unzählige weiter findet man über die Suche in Google und anderen.

Ein Artikel im Hamburger Abendblatt vom 30.8.2012 im Vorwege des
100. Turmjubiläums

Im 100 Jahre alten Stellinger Wahrzeichen lebt es sich traumhaft. Am kommenden Sonnabend kann sich jeder Hamburger davon überzeugen.
www.abendblatt.de/ . . /Stellinger-Wasserturm-wieder-fuer-Oeffentlichkeit-zugaenglich.html

Der Artikel in wikipedia wird von einigen anderen Seiten als Quelle angegeben:
Der Stellinger Wasserturm steht an der Högenstraße im Hamburger Stadtteil Stellingen. Er wird nicht mehr zur Wasserversorgunggenutzt, sondern ist zu einem Wohngebäude umgebaut worden. Mit seiner Höhe von 47,59 m ist er von weitem sichtbar und gilt als Wahrzeichen des Stadtteils.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_Hamburg-Stellingen

Gleicher Text und Bilder wie Wikipedia im Freenet-Lexikon:
http://lexikon.freenet.de/Wasserturm_Hamburg-Stellingen

Ebenso basiert Hamburg info 24 auf der freien Enzyklopädie Wikipedia:
www.hamburg-info24.de/Wasserturm%20Hamburg-Stellingen/index.htm

Hans Henny Jahnn ist ein geborener Stellinger. Auf der Internetseite über ihn finden sich in der Galerie drei Bilder vom Stellinger Wasserturm:
Hier sieht man einige Bilder von der Hamburger Heimat Hans Henny Jahnns.
www.hans-henny-jahnn.de/Galerie_Seite.html

Der Stellinger Wasserturm mit einem Baugerüst:
Die Gerüstbaufirma „SALMAN Gerüstbau e.K.“ im Holstenkamp 84-86, 22525 Hamburg, hatte den Stellinger Wasserturm für Sanierungsarbeiten mit einem Gerüst eingerüstet. Drei dieser Bilder sind im Internet veröffentlicht. Die Adresse von SALMAN Gerüstbau hat zwar die gleiche Postleitzahl wie Teile von Stellingen, sie liegt aber schon in Bahrenfeld.
www.salman-geruestbau.com/index.php?Itemid=6

Eine Immobilienanzeige vom 18.11.2009:
Außergewöhnlich - Eine Wohnung im ehemaligen Wasserturm in Stellingen. Pressemitteilung von: Berger Immobilien.
www.openpr.de/news//Aussergewoehnlich-Eine-Wohnung-im-Wasserturm-Stellingen.html

Das 100 jährige Jubiläum des Stellinger Wasserturms im Elbe Wochenblatt:
Am Samstag, d. 1.September 2012, wollen die Bewohner des Stellinger Wasserturms, der dazugehörigen Stadthäuser und die 1350 Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Stellingen gemeinsam das 100 jährige Jubiläum des Stellinger Wahrzeichens mit einem Kultur- und Stadtteilfest begehen.
www.elbe-wochenblatt.de/ . /stellinger-wasserturm-ist-100-jahre-alt-d6994.html

Der Stellinger Wasserturm von oben:
www.earth-dots.de/wasserturm-hamburg-stellingen-242464.html
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Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_Hamburg-Stellingen

http://www.hamburgwasser.de/geschichte.html

„Wassertürme in Bremen und Hamburg“ von Jens U. Schmidt, REGIA Verlag
Paperback Fadenheftung: 240 Seiten mit 380 Abbildungen, 1.Auflage (Oktober 2011)

ISBN 978-3-86929-190-1
Buchbeschreibung
 im Internet:        www.regia-verlag.de